Rechtsanwalt Pohl Fachanwalt fuer Strafrecht Berlin

Anwälte Sexualstrafrecht

Unsere Rechtsanwälte übernehmen Ihre Verteidigung gegen Vorwürfe wie z.B. fahrlässige Tötung.
Rechtsanwalt Jan Marx, Fachanwalt für Strafrecht in Berlin.

Wir sind auf die Verteidigung in Strafsachen spezialisiert und besitzen umfangreiche Erfahrung im Sexualstrafrecht.

Ob Ermittlungsverfahren oder Gerichtsprozeß: Wir verteidigen unsere Mandanten in ganz Deutschland. Und das seit über 10 Jahren. In kleineren und großen Verfahren.

Gerade im Sexualstrafrecht geht es oft um viel. Freiheit, Arbeitsplatz und Familie sind in Gefahr.

Deshalb brauchen Sie einen Anwalt, der Sie mit voller Kraft, sicher und erfolgreich verteidigt. Rufen Sie gleich an und vereinbaren einen Termin zur kostenlosen Fallvorstellung: (030) 526 70 93 0

Schwerpunkt Sexualstrafrecht.

Besondere Kenntnisse und Erfahrung.

Kurzfristige Terminvergabe: (030) 526 70 93 0

Tatvorwurf Sexualstrafrecht? Fachanwälte verteidigen Sie.

Sie suchen einen Anwalt für Sexualstrafrecht, weil Ihnen ein Tatvorwurf wegen eines Sexualdeliktes gemacht wird?

Unsere Kanzlei in Berlin-Charlottenburg ist seit über 10 Jahren auf Strafverteidigung spezialisiert. Einer der Schwerpunkte ist die Verteidigung im Sexualstrafrecht.

Liegt Ihnen ein Schreiben von der Polizei (Vorladung als Beschuldigter oder Aufforderung zur schriftlichen Äußerung) oder vom Gericht (Anklageschrift) vor? Machen Sie keine Aussage bei der Polizei, sondern machen Sie lieber sofort einen Termin beim Anwalt für Sexualstrafrecht!

Ist Ihre Wohnung gerade nach Computern, Festplatten und sonstigen Datenträgern durchsucht worden? Keine Panik: Machen Sie einen Termin beim Anwalt.

Die Rechtsanwälte Thomas C. Pohl und Jan Marx stehen Ihnen in jeder Verfahrenslage zur Seite und  setzen ihre Erfahrung aus vielen erfolgreichen Ermittlungsverfahren und Gerichtsprozessen für Sie ein.

Aufgrund nachgewiesener besonderer praktischer Erfahrung und besonderer theoretischer Kenntnisse im Strafrecht und Strafprozeßrecht führen unsere Anwälte die Zusatzbezeichnung Fachanwalt für Strafrecht.

Hierzu ein kleiner Hinweis aus aktuellem Anlaß: Die Bezeichung „Fachanwalt für Sexualstrafrecht“ gibt es nicht – wenn andere Anwälte damit werben, so ist das irreführend.

Die Strafrechtskanzlei Pohl & Marx – Fachanwälte für Strafrecht – befindet sich in verkehrsgünstiger Lage in Berlin-Schöneberg. An diesem zentral gelegenen Anwaltsstandort erwartet Sie ein professionelles Ambiente, ein freundliches Sekretariatsteam und Ihr kompetenter Rechtsanwalt.

Rufen Sie einfach an und stellen Ihren Fall in einem unverbindlichen Erstgespräch vor: (030) 526 70 93 0

Bei Vorwürfen aus dem Bereich Sexualstrafrecht handelt es sich um besonders heikle Angelegenheiten, die ganz massive private und berufliche Konsequenzen haben können. Tatvorwürfe aus dem Sexualstrafrecht sind z.B.:

Lieber zum Fachanwalt für Strafrecht.
  • Sexueller Mißbrauch von Schutzbefohlenen; § 174 StGB
  • Sexueller Mißbrauch von Kindern, § 176 StGB
  • Sexueller Übergriff, Sexuelle Nötigung, Vergewaltigung; § 177 StGB
  • Sexueller Mißbrauch von Jugendlichen; § 182 StGB
  • Exhibitionistische Handlungen; § 183 StGB
  • Erregung öffentlichen Ärgernisses; § 183a StGB
  • Verbreitung pornographischer Schriften; § 184 StGB
  • Verbreitung, Erwerb und Besitz kinderpornographischer Schriften (Kinderpornos); § 184b StGB
  • Verbreitung, Erwerb und Besitz jugendpornographischer Schriften (Jugendpornos); § 184c StGB
  • Sexuelle Belästigung; § 184i StGB

Sexualdelikt – Ein Tatvorwurf besonderer Art

Wer einer dieser Straftaten verdächtigt wird, merkt schnell, was für Auswirkungen dieser Vorwurf hat: Es kann sein, daß der Arbeitgeber oder Dienstherr benachrichtigt wird und es drohen massive Probleme in der Familie.

Ein im Sexualstrafrecht versierter Anwalt weiß das und hat das alles im Blick. Er wird alles tun, um mit dem – berechtigten oder unberechtigten -Vorwurf gegen seinen Mandanten so umzugehen, daß schädliche Nebenwirkunges des Ermittlungsverfahres möglichst klein bleiben.

Im Gerichtsverfahren sind dabei wesentliche Unterschiede festzustellen zwischen den Vorwürfen wie Besitz verbotener Pornographie einerseits und schwerer Sexueller Nötigung/Vergewaltigung/Mißbrauch usw. andererseits.

Der Besitz von Kinderpornos ist in aller Regel leicht nachweisbar, wenn Festplatten, USB-Sticks usw. beschlagnahmt wurden. Es geht gerade bei Verfahren, die nicht auch die Herstellung von Kinderpornos zum Gegenstand haben, vor allem darum, das Verfahren ohne größeres öffentliches Aufsehen zu beenden. Ohne den Beistand eines Anwalts ist das schwierig.

Beim Vorwurf des sexuellen Übergriffs, der Vergewaltigung, sowie des sexuellen Mißbrauchs etc. hingegen gibt es oft keine anderen Tatzeugen als die (vermeintlich) Geschädigten selbst. Es handelt sich also um eine Aussage-gegen-Aussage-Konstellation, in der oftmals den vermeintlich Geschädigten unkritisch geglaubt wird.

Ein Anwalt für Sexualstrafrecht kennt die Besonderheiten solcher Prozesse und kann Sie optimal vorbereiten und vor Gericht Ihre Interessen durchsetzen. Vorher wird natürlich alles daran gesetzt, es gar nicht erst zum Prozeß kommen zu lassen.

Unsere Fachanwälte verfügen über das erforderliche aussagepsychologische Fachwissen und die nötige Unerschrockenheit, um die richtigen Fragen zu stellen und Sie erfolgreich zu verteidigen, wenn es doch vor Gericht geht.

Rufen Sie einfach an, wenn Sie einen Anwalt für Sexualstrafrecht benötigen: (030) 526 70 93 0

Kontakt

Pohl & Marx Rechtsanwälte - Kurfürstenstraße 130 in 10785 Berlin

(030) 526 70 93 0
(030) 526 70 93 22
Blick über den Kurfürstendamm auf das Gebaeude der Strafrechtskanzklei PMR

Unsere Fälle

Eine kleine Auswahl unserer Sexualstrafrecht-Fälle finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Vorwurf Sexualstraftat? Guter Rat vom Fachanwalt:

„Der Tatvorwurf Sexualstraftat ist meist äußerst schwerwiegend. Wenn Sie einen Brief von der Polizei oder eine Anklageschrift der Staatsanwaltschaft erhalten haben, gehen Sie zum Anwalt für Strafrecht!

Im Sexualsstrafrecht steht viel auf dem Spiel. Gehen Sie nur mit der besten Vorbereitung in ein Strafverfahren. Wir übernehmen gerne Ihre Verteidigung, nehmen Akteneinsicht und erarbeiten die Strategie, mit der Sie mit dem besten Ergebnis aus dem Verfahren rauskommen.“

Rechtsanwalt Thomas C. Pohl, Fachanwalt für Strafrecht

Spezialgebiet: Verteidigung im Sexualstrafrecht

Die erfolgreiche Verteidigung beim Tatvorwürfen aus dem Bereich Sexualstrafrecht setzt spezielle Kenntnisse voraus. Die Materie ist rechtlich zum Teil sehr komplex, die Beweislage oft schwierig und die Situation für den Beschuldigten besonders heikel und unangenehm.

Außerdem sind die Strafen teilweise sehr hoch, zum Beispiel bei Verurteilungen wegen Vergewaltigung (Mindeststrafe 2 Jahre). Auch bei weniger schweren Delikten wie Exhibitionismus kann es zum Verlust des Arbeitsplatzes, zum Eintrag ins Führungszeugnis und zu sozialer Ächtung kommen.

Bei einigen Berufsgruppen drohen schwerste beamtenrechtliche und disziplinarrechtliche Folgen. Und bei Mandanten in exponierter Position sind auch in Sachen medialer Berichterstattung einige Besonderheiten zu berücksichtigen.

Deshalb brauchen Sie einen Rechtsanwalt, der nicht nur die Gesetze kennt, sondern viel mehr. Unsere Rechtsanwälte können die Zeugen kritisch befragen, weil sie Kenntnisse der Aussagepsychologie haben. Wir agieren diplomatisch oder kämpferisch – je nach Situation und Strategie.

Bereits ganz am Anfang einer Ermittlungsverfahrens (Vorladung, erkennungsdienstliche Behandlung, Anzeige) werden wichtige Weichen gestellt. Für den Beschuldigten gibt es dabei nur zwei Dinge zu beachten:

  1. Sofort zum Anwalt für Sexualstrafrecht
  2. Schweigen!

Ihr Anwalt für Sexualstrafrecht wird sofort nach der Beauftragung die wichtigsten Informationen sammeln und Akteneinsicht beantragen. Sobald sämtliche Zeugenaussagen, Polizeiberichte etc. vorliegen, kann man als Anwalt mit der Auswertung beginnen. Bei Anzeigen wegen sexuellen Übergriffs, sexuellen Mißbrauchs, Vergewaltigung u.ä. muß das gesamte Beweismaterial kritisch gewürdigt werden.

Dann kommen die Informationen dazu, die dem Anwalt vom Mandanten gegeben werden. Wenn das Gesamtbild vorliegt, geht es u.a. um folgende Fragen:

  1. Gibt es Anzeichen für eine bewußte, also absichtliche Falschbehauptung eines Sexualdelikts?
  2. Oder könnte es sein, daß das vermeintliche Opfer unabsichtlich eine Sexualstraftat behauptet? Stichworte: Autosuggestion, Scheinerinnerungen
  3. Ist die vermeintlich geschädigte Person von außen beeinflußt oder wird sozusagen instrumentalisiert? Stichwort: Fremdsuggestion
  4. Welche außerstrafrechtlichen Zwecke könnte die vermeintliche geschädigte Person mit der Anzeige verfolgen? Rache, Eifersucht, familienrechtliche Vorteile?
  5. Basieren die Tatvorwürfe auf einer psychischen Erkrankung?

Diese und weitere Fragen sind zu stellen und zu prüfen. Denn eines ist klar: Im Sexualstrafrecht gibt es bewußte und unbewußte Falscheschuldigungen und Dramatisierungen. Und gerade Kinder und Jugendliche werden oft von anderen – Elternteil, Psychologen, Jugendamt – beeinflußt. Je öfter eine teilweise oder gänzlich falsche Beschuldigung wiederholt wird, desto mehr glaubt man selber daran.

Diese Schwierigkeiten haben wir als Fachanwälte für Strafrecht mit der entsprechenden Erfahrung und aussagepsychologischer Schulung im Blick. Wir verteidigen im Sexualstrafrecht in ganz Deutschland und setzen unser ganzes Können für unsere Mandanten ein.

Wenn Sie einer Sexualstraftat verdächtigt werden, rufen Sie einfach in unserer Kanzlei an und stellen Ihren Fall unverbindlich in einem Erstgespräch Fachanwalt für Strafrecht vor: (030) 526 70 93 0

Sexualstrafrecht – kleine Fallauswahl

Anzeige: Vornahme einer exhibitionistischen Handlung; § 183 StGBStaatsanwaltschaft Berlin: Einstellung des Verfahrens

Unserem Mandanten wurde vorgeworfen, eine exhibitionistische Handlung vorgenommen zu haben. Der Vorwurf basierte auf der Anzeige einer jungen Frau. Vor Ort wurde unser spätere Mandant von der Polizei durchsucht und kurz festgehalten. Er bestritt die Tat, aber die junge Frau meinte, ihn als Täter zu erkennen.

Auch später bei ihrer Zeugenvernehmung belastete die junge Frau unserem Mandanten so schwer, daß die Staatsanwaltschaft Berlin Anklage erhob.

Der den Fall bearbeitende Rechtsanwalt setzte nach juritischer Prüfung des Akteninhalts ein Verteidigungsschreiben auf.

Die Staatsanwaltschaft nahm daraufhin die Anklage zurück und man einigte sich auf die Einstellung des Verfahrens gegen eine Geldauflage i.H.v. 1.000,- €.

Auf diese Weise konnte ein Prozeß, in dem die Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung sehr hoch war, vermieden werden.

Anklageschrift : Schwerer sexueller Mißbrauch von Kindern, §§ 176, 176a StGBAmtsgericht Berlin-Tiergarten: Anklage nicht zugelassen

Unser Mandant wurde einer schweren Straftat beschuldigt. Er soll Jahre zuvor sexuelle Handlungen an einer damals minderjährigen Verwandten vorgenommen haben. Diese hatte – nun volljährig – unserem Mandanten bei der Polizei angezeigt. Verjährung der Tat war nicht eingetreten, weil in solchen Fällen besondere Verjährungsregeln gelten.

Unser Mandant bestritt die Tat und konnte uns unter anderem Briefe und andere Dokumente zur Verfügung stellen, die die Aussagen der Frau in Zweifel zogen.

Obwohl Rechtsanwalt Pohl der Staatsanwaltschaft einen entsprechenden Verteidigungsschriftsatz übergab, erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen unseren Mandanten.

Nach einem längeren hin und her mit der zuständigen Richterin war diese der Auffassung, daß die Anklage keine  hinreichende Chance auf Erfolg haben wird und ließ diese nicht zu. Inzwischen war auch die Staatsanwaltschaft einsichtig, so daß das Verfahren endete.

Anklage: Schwere sexuelle Nötigung, Vergewaltigung; § 177 StGBAmtsgericht Berlin-Tiergarten (Schöffengericht): 2 Jahre auf Bewährung

Unser Mandant wurde wegen Vergewaltigung angezeigt, von der Polizei vorgeladen und schließlich angeklagt. Es ging um die Vorwürfe einer jungen Frau, mit der unser Mandant eine Affäre hatte. Sie behauptete bei der Polizei, vergewaltigt worden zu sein. Der Angeklagte beauftragte einen unserer Rechtsanwälte mit seiner Verteidigung.

Es gab keine direkten Zeugen, so daß eine Aussage-gegen-Aussage-Konstellation vorlag. Unser Mandant bestritt die Vorwürfe. Nach seiner Darstellung gab es lediglich einverständlichen Sex.

In einer solchen Konstellation geht es sehr um die Glaubwürdigkeit der (vermeintlich) Geschädigten. Deshalb wurde ein Glaubwürdigkeitsgutachten erstellt.

Die Zeugin wurde zuerst vom Gericht, dann von der Staatsanwaltschaft und schließlich von unserem Anwalt nach allen Regeln der Kunst befragt. Es zeigten sich dabei allerdings keine Anzeichen für eine Lüge.

Auch der Gutachter fand eine Vielzahl sog. Realkennzeichen, die für den Wahrheitsgehalt einer Aussage sprechen.

Das Gericht war deshalb davon überzeugt, daß die Zeugin die Wahheit sagte. Nun ging es darum, die Strafe so gering wie möglich zu halten.

Die Mindeststrafe für eine Vergewaltigung lautet: 2 Jahre Gefängnis. Bei genau 2 Jahren Strafe ist eine Bewährung möglich, darüber nicht.

Unser Mandant erhielt diese Mindeststrafe und wollte kein Rechtsmittel (Berufung oder Revision) gegen das Urteil einlegen.

Durchsuchung, Beschlagnahme: Erwerb/Besitz kinderpornographischer SchriftenAmtsgericht Berlin-Tiergarten: Geldstrafe per Strafbefehl

Die Polizei durchsuchte die Wohnung unseres späteren Mandanten wegen Verdacht auf Besitz, Erwerb und Verbreitung kinderpornographischer Schriften. Die Computer und mehrere DVDs wurden beschlagnahmt. Unser Mandant hatte über einschlägige Internettauschbörsen Bildmaterial gesammelt und auch weitergegeben. Die Verteidigungsstrategie von Rechtsanwalt Pohl beinhaltete u.a., das Verfahren in die Länge zu ziehen. Das sollte dazu führen, daß die Staatsanwaltschaft aufgrund ihrer personellen Überforderung immer weniger gewillt wird, einen Gerichtsprozeß anzustrengen. Und das funktionierte auch:

Nach diversen Gesprächen mit der Staatsanwaltschaft gelang es uns, daß unser Mandant nicht öffentlich angeklagt wurde, sondern nur einen Strafbefehl erhielt. Auf diese Weise konnte ein öffentlicher Prozeß verhindert werden. Gegen die Höhe der Geldstrafe haben wir dann noch erfolgreich Einspruch eingelegt und die Strafe reduziert.

Anklage: Sexueller Mißbrauch von Kindern; § 176, 176a StGBAmtsgericht Berlin-Tiergarten: 1 Jahr, 10 Monate auf Bewährung, Therapie

Unserem Mandanten wurde vorgeworfen, ein Kind aus seinem Familienumfeld gegen seinen Willen geküßt und zwischen den Beinen berührt zu haben. Unser Mandant war bereits einschlägig vorbestraft. Das Verteidigungsziel bestand darin, für unseren Mandanten eine Bewährungsstrafe zu erkämpfen. Dazu führten wir intensive Gespräche mit unserem Mandanten sowie dem Gericht.

In solchen Fällen ist es eine schwierige Entscheidung, was besser ist: Die Tat abstreiten oder gestehen? Wenn die Tat abgestritten wird oder vor Gericht geschwiegen wird, muß die (vermeintlich) geschädigte Person vor Gericht detailliert zum Tatgeschehen aussagen. Das kann sehr belastend für alle Beteiligten sein. Wenn das Gericht dann dieser Person glaubt, kann das Urteil sehr hart ausfallen.

Allerdings hat man natürlich die Chance, Schwächen und Widersprüche in der Aussage herauszuarbeiten.

Es ist daher notwendig, sich als Anwalt nicht nur intensiv mit der Akte, sondern mit dem Mandanten auseinanderzusetzen, um die beste Entscheidung für ihn zu treffen.

In diesem Fall hieß das: Teilgeständnis und Anmeldung für eine Sexualtherapie.

Unser Mandant bekam am Ende 1 Jahr und 10 Monate auf Bewährung. Dazu als Auflage: Durchführung einer Sexualtherapie.

Anklage: Sexueller Mißbrauch; § 176a StGBLandgericht Berlin: Freispruch

Unserem Mandanten wurde ein sehr schwerer Vorwurf gemacht. Er soll zwei Mädchen mehrfach sexuell mißbraucht haben, was gemäß § 176a Absatz 2 StGB mit mindestens 2 Jahren Gefängnis bestraft wird.

Unsere Rechtsanwälte übernahmen den Fall. Sie konnten erfolgreich herausarbeiten, daß die Vernehmungen der Zeuginnen nicht ordnungsgemäß durchgeführt worden war. Die Polizei hatte sich nicht an den Leitfaden zur strukturierten Anhörung von Kindern gehalten, die wichtige Erkenntnisse der Aussagepsychologie praktisch umsetzen soll.

Im Gerichtsprozeß bestätigte sich, daß die Polizei die Zeuginnen durch die Befragungen stark suggestiv beeinfluß hatte. Damit konnte nicht mehr festgestellt werden, ob überhaupt etwas an den Tatvorwürfen dran war. Einige Aussagen paßten auch so schon nicht zu den äußeren Umständen.

Dennoch forderte die Staatsanwaltschaft Berlin eine Strafe von 4 Jahren Gefängnis. Unsere Rechtsanwälte plädierten auf Freispruch.

Unser Mandant wurde freigesprochen.

Sexualstrafrecht – Einzelne Delikte

Das Sexualstrafrecht unterliegt immer wieder gravierenden Änderungen. 2016 gab es deutliche Gesetzesverschärfungen und eine komplexe Umgestaltung der meisten Paragraphen des Sexualstrafrechts im Strafgesetzbuch (StGB).

Ganz neu ist der Begriff des sexuellen Übergriffs (§ 177 Absätze 1 und 2) StGB, der die Grundlage für weitere Normen des Sexualstrafrechts bildet. Vorher waren in der Regel nur solche sexuelle Handlungen unter Strafe gestellt, die mit Gewalt oder Drohung erzwungen worden waren.

Das ist jetzt anders. Jetzt geht es um die Frage, ob eine sexuelle Handlung gegen den erkennbaren Willen einer Person vorgenommen wird. Ein strafbarer sexueller Übergriff liegt also auch vor, wenn eine sexuelle Handlung ohne Nötigung (Gewalt, Drohung) vorgenommen wird, wenn die andere Person die sexuelle Handlung erkennbar nicht wollte (Sog. „Nein heißt Nein“).

Damit aber überhaupt die Normen des eigentlichen Sexualstrafrechts anwendbar sind, muß eine sexuelle Handlung vorliegen. Das steht in § 184 h StGB. Demzufolge sind sexuelle Handlungen an einer anderen Person nur solche, die im Hinblick auf das geschütze Rechtsgut von einiger Erheblichkeit sind. Damit scheiden flüchtige Berührungen, die objektiv nicht sexuell verstanden werden, aus. Insoweit ist aber eine Gesamtbetrachtung aller Umstände vorzunehmen, was die Bewertung kompliziert macht (vgl.Urteil des BGH, Az.: 3 Str 437/15).

Nachfolgend können Sie bald weitere kurze Übersichten zu einigen praxisrelevanten Tatbeständen des Sexualstrafrechts lesen. Diese erstellen unsere Fachanwälte nach und nach.

Exhibitionistische Handlungen; § 183 StGB

``Einfacher`` Sexueller Übergriff; § 177 StGB

Sexuelle Nötigung, Vergewaltigung; § 177 StGB

Sexueller Mißbrauch; §§ 174,176,182 StGB

Sexuelle Belästigung; § 184i StGB

Umgang mit Kinderpornographie